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Was darf in dir sterben, damit Neues leben kann?

Halloween, Allerheiligen und die Kunst, Altes loszulassen
31. Oktober 2026 durch
Was darf in dir sterben, damit Neues leben kann?
Gernot Schürer-Waldheim

Heute Abend ziehen Kinder mit Masken durch die Straßen. Morgen stehen viele von uns mit einer Kerze am Friedhof. Zwei Tage, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen – und doch dasselbe Thema haben: Abschied.

Woher Halloween eigentlich kommt

„Halloween“ kommt von All Hallows’ Eve – dem Abend vor Allerheiligen. Seine Wurzeln werden oft im keltischen Fest Samhain gesehen. Es markierte das Ende der Ernte und den Übergang in die dunkle Jahreszeit. Was gewachsen war, wurde eingebracht. Was nicht mehr trug, blieb am Feld zurück.

Danach kommen Allerheiligen und Allerseelen. Wir denken an die, die gegangen sind. Und wir merken, wie das Licht jeden Tag ein bisschen weniger wird.

Die Natur zeigt uns gerade, wie es geht: Die Bäume lassen ihre Blätter los. Sie kämpfen nicht darum. Damit im Frühling Neues wachsen kann, muss jetzt Platz werden.

Nicht jede Maske ist ein Kostüm

An Halloween setzen wir uns für einen Abend eine Maske auf. Am nächsten Morgen nehmen wir sie wieder ab.

Im Alltag ist das oft anders. Da tragen wir Masken, die wir längst für unser Gesicht halten:

  • Die Starke, die nie um Hilfe bittet.
  • Der Verlässliche, der immer Ja sagt.
  • Die, die es allen recht macht – und sich selbst zuletzt.
  • Der, der erst zufrieden ist, wenn alles perfekt ist.

Diese Rollen haben dich einmal geschützt. Irgendwann hast du gelernt: So bin ich sicher. So werde ich gemocht. So falle ich nicht auf.

Nur: Du bist inzwischen erwachsen. Und manche Maske ist schwerer geworden als das, wovor sie dich einmal beschützt hat. Genau das meine ich, wenn ich sage: Du funktionierst für alle. Nur für dich nicht mehr.

Was darf in dir sterben?

Allerheiligen ist ein guter Tag für eine ehrliche Frage – nicht an einem Grab, sondern bei dir selbst. Nimm dir zehn Minuten, eine Kerze und ein Blatt Papier:

  1. Was trage ich noch mit mir, das nicht mehr zu mir gehört? Eine Rolle, ein Glaubenssatz, eine Gewohnheit, ein „Das macht man halt so“.
  2. Wofür war es einmal gut? Würdige es. Es hat dich durch eine Zeit getragen.
  3. Was darf an seine Stelle treten? Nicht als Wunsch, sondern als Entscheidung: „Ich darf Nein sagen.“ „Ich darf mir Hilfe holen.“ „Ich bin gut genug.“

Wenn du magst, schreib das Alte auf einen Zettel und lass ihn bewusst gehen: zerreißen, vergraben oder an einem sicheren Ort verbrennen. Rituale wirken, weil der Körper mitmacht – nicht nur der Kopf.

Und was darf auferstehen?

Loslassen ist nur die halbe Geschichte. Wo etwas geht, wird Platz frei. Für etwas, das vielleicht lange verschüttet war: deine Freude. Deine Lebendigkeit. Ein Traum, den du irgendwann für „unvernünftig“ erklärt hast. Ein Teil von dir, der sich nicht mehr gezeigt hat, weil er nicht ins Bild gepasst hat.

Um genau dieses Bild geht es in meinem Video „Das DIA deines Lebens“: Welches innere Bild projizierst du jeden Tag in dein Leben – und wie tauschst du es aus? Es passt gut in diese Tage. → Hier kannst du es dir kostenlos ansehen.

Warum Loslassen so schwer ist

Weil alte Muster nicht im Verstand sitzen. Meistens weißt du längst, was dir nicht guttut – und machst es trotzdem wieder. Das Muster liegt tiefer: im Unbewussten, im System, aus dem du kommst, und im Körper, der sich daran gewöhnt hat.

Mit Hypnose, systemischer Arbeit und Körperarbeit kommen wir genau dorthin. Nicht, um das Alte zu bekämpfen. Sondern um es zu verstehen, zu würdigen – und gehen zu lassen.

Hinweis: Coaching ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Wenn dich gerade ein Verlust oder Trauer sehr belastet, hol dir bitte Unterstützung – bei deiner Ärztin, deinem Arzt oder einer Beratungsstelle.

Dein nächster Schritt

Wenn du spürst, dass in deinem Leben etwas gehen darf – und du nicht weißt, wie: Lass uns gemeinsam hinschauen. Im Potenzial-Gespräch (30 Minuten per Zoom, nach kurzer Bewerbung) machen wir sichtbar, welches Muster dich gerade festhält.

Potenzial-Gespräch anfragen

Herzlich, Gernot

Foto: Autumn Mott Rodeheaver / Unsplash

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