Ich hab viele Jahre als Masseur und Körperpraktiker gearbeitet. Tausende Rücken, Schultern und Nacken unter den Händen. Und irgendwann hab ich gemerkt: Ich spüre da nicht nur Muskeln.
Der Körper führt Buch
Wenn wir etwas Belastendes erleben, reagiert der Körper sofort: Die Schultern ziehen hoch, der Kiefer spannt an, der Atem wird flach. Das ist eine uralte Schutzreaktion. Nur: Wenn die Belastung bleibt – oder wenn wir sie einfach wegschieben –, bleibt oft auch die Spannung.
Der Kopf sagt dann: „Passt eh.“ Der Körper sagt etwas anderes.
Woran du es merkst
- Verspannungen, die immer an der gleichen Stelle wiederkommen
- Ein Atem, der fast nie bis in den Bauch geht
- Ein Kiefer, der in der Früh müde ist
- Das Gefühl, nie ganz loslassen zu können – nicht mal im Urlaub
Warum Massage allein oft nicht reicht
Eine gute Massage tut gut. Aber ich hab oft erlebt, dass die Spannung nach ein paar Tagen wieder da war. Weil der Auslöser nicht im Muskel saß, sondern in einem Muster, einer alten Erfahrung, einem Satz im Kopf. Genau deshalb hab ich mich irgendwann der Arbeit mit Hypnose und systemischen Aufstellungen zugewandt – um dort anzusetzen, wo die Spannung herkommt.
Eine kleine Übung für heute
- Setz dich hin und schließ die Augen.
- Geh mit der Aufmerksamkeit durch deinen Körper – vom Scheitel bis zu den Füßen.
- Wo ist es eng? Wo warm? Wo spürst du fast nichts?
- Bleib mit drei ruhigen Atemzügen bei der engsten Stelle. Ohne etwas zu verändern. Nur wahrnehmen.
Oft ist das schon der erste Schritt zurück zu dir.
Hinweis: Coaching ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an deine Ärztin oder deinen Arzt.
Dein nächster Schritt
Wenn du spürst, dass dein Körper dir etwas sagen will, lass uns gemeinsam hinschauen. 20 Minuten, kostenlos, per Zoom.
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Herzlich, Gernot